Interesting Artist: Christine Jaksch

Obwohl die Materialien Lack und Leder alleine betrachtet gesellschaftlich akzeptierte Begehrlichkeiten erzeugen, hat die Wortkombination in der Regel eine stark polarisierende Wirkung. Inspiriert von diesem reizvollen Aspekt, entwickelte die Münchner Künstlerin Christine Jaksch ein neues Kunstprojekt, das den typischen Klischees zum Thema Lack und Leder mit einem überraschend sinnlichen Ausdruck begegnet.

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In ihrem künstlerischen Werdegang zeigte Christine Jaksch bereits früh ein Talent für expressive Farb- und Formgebung. Im Laufe der Jahre konzentrierte sich die 31-Jährige verstärkt auf die abstrakte Malerei. Jaksch hat innerhalb der letzten Jahre auf internationalen Kunstmessen und Ausstellungen mit ihrer expressiven Ausdrucksweise auf sich aufmerksam gemacht. In Reinhard Fuchs‘ Standard-Werk „Women in Art“ ist sie bereits heute als eine der bedeutendsten Künstlerinnen zeitgenössischer Kunst aufgenommen. Ihre Arbeiten sind primär Dokumente der Veränderung und reflektieren verschiedene Entwicklungsprozesse. Ihre unverkennbare Technik des Auf- und Abtragens, mit der sie aufgebrochene Formen und gerissene Strukturen erzeugt, ist auch in ihrem neuen Kunstprojekt zu erkennen. Insgesamt ein Jahr hat sich die Künstlerin der intensiven Auseinandersetzung mit Lack und Leder gewidmet und etwas völlig Neues entwickelt – unkonventionell und dennoch zeitgemäß. Vor allem der erotische Aspekt, die sehr starke Polarisation und die Sinnlichkeit der Materialien inspirierten Jaksch dazu, das Thema Lack und Leder aus einer ganz neuen Perspektive zu betrachten. Denn für die Kunst gibt es keine Klischees, keine vorgefertigten Meinungen. „Aus Neugierde wurde Faszination. Aus Faszination Leidenschaft. Und aus Leidenschaft wurde ein Kunstprojekt, das meine absolute Hingabe in sich trägt“, verrät Jaksch bei einem Milchkaffee in ihrem Atelier am Englischen Garten.

cmyk-300-DSC_6231Ergebnis ihres künstlerischen Schaffens ist eine höchst moderne Art der Ledermalerei, die ihre ganz besonderen Reize hat. Malerei auf Leder ist Teil vieler Kulturen in aller Welt. Kein Wunder also, dass auch Christine Jaksch in ihrer zeitgemäßen Umsetzung auf diese alte Traditionen zurückgreift. So präsentiert das Kunstprojekt „Lack & Leder“ ein Wechselspiel mit den Reizen der Materialien und gewährt zugleich inspirierende Einblicke in die Kunstgeschichte. Die großformatigen Werke bestehen in erster Linie aus Kunstleder. Ausgefallen ist neben der abstrakt-figürlichen Malerei auch die Integration von Ketten, Nieten und Ösen. Abstrakt eingearbeitete Echtleder-Elemente schaffen einen zusätzlichen Spannungsbogen. Die erste Kunstausstellung ihres neuen Projektes fand im Juli 2015 im Hotel Le Méridien in München statt. Im Herbst und Winter finden weitere „Lack & Leder“-Ausstellungen in Berlin (D), Wien (A), Palermo (I), Binningen (CH) und Miami (USA) statt. Seit Kurzem wird Jaksch von dem Galeristen Hans-Peter Zobl vertreten, mit dem sie eine ganz neue Art der Zusammenarbeit vereinbarte: um dem Potential der Künstlerin gerecht zu werden, wird die klassische exklusive Vertretung durch eine Galerie erweitert – ein exklusives und unabhängiges Management durch den Wiener Galeristen zielt nun darauf ab, eine stetige Verbesserung ihrer Positionierung am internationalen Kunstmarkt zu gewähren.

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Weitere Infos: http://www.atelier-jaksch.com

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Über Franz Michael Braunschläger

Publisher, Writer, Photographer
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